Nachhaltigkeitstage 2025

02. April 2025

Auch in diesem Jahr setzte sich die Schiller-Schulgemeinschaft mit Themen auseinander, die an die Sustainable Development Goals der UN andocken, um ein Bewusstsein für nachhaltiges Leben und Handeln zu schaffen.

Die Workshop-Themen waren dabei genauso breit gefächert wie die 17 Ziele, die die Grundlage der Nachhaltigkeitstage darstellen. Dabei besuchte eine Gruppe z. B. den Marienhof in Esperde während eine andere sich mit der Frage "Endlagersuche - Warum dauert das so lange?" auseinandersetzte. Eine Auswahl der Projekte und Bilder ist hier zu finden:



Ergebnisse des Workshops "Vegan kochen"



Unser Workshop war das Konfliktplanspiel der Bundeswehr, welches federführend vom Jugendoffi-zier Hauptmann Tittmann geleitet wurde. An den zwei Tagen übernahmen die Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klassen die Rolle von internationalen Politikern und stellten sich einem internationalen Konflikt. Dabei simulierten die Teilnehmer unterschiedliche Institutionen der UN oder übernahmen die Rolle von Presse und Menschenrechtsorganisationen, um zu einer gemeinsamen Lösung im Umgang mit der Terrororganisation "IS" in Syrien und Irak zu kommen. Die Anwesenden übernahmen zum Teil sehr begeistert ihre Rolle und debattierten sich  „die Köpfe heiß“, um so spielerisch die komplexen und manchmal frustrierenden Abläufe der Internationalen Politik besser zu verstehen.



Unter dem Motto „Wir forsten unsere Wälder wieder auf“ war die Klasse 5C fleißig
Leider hat die zunehmende Trockenheit im Laufe der letzten Jahre dazu geführt, dass ein enormer Baumbestand durch Schädlinge wie den Borkenkäfer erkrankt ist oder aufgrund abgestorbener Baumstücke gefällt werden musste. So entstanden in den Wäldern große Freiflächen, auf denen nun wieder neue Bäume gepflanzt werden müssen, um den Wald zu erhalten.
Der Wald in Halvesdorf hat jetzt einige solcher Freiflächen weniger. Dort haben die SchülerInnen der Klasse 5C nämlich zwei Tage lang Douglasien, Fichten und Buchen gepflanzt und so mitgeholfen, unsere heimischen Wälder zu schützen. Die Pflanzaktion wurde durch den 1. Vorsitzenden der Forstgemeinschaft Lachem, Dirk Hothan, sowie einen Pächter des Jagdreviers, Uwe Harland, fachkundig begleitet.
Neben ausdauernder und sorgfältiger Arbeit haben die SchülerInnen den Wald ein wenig erkundet und nicht nur diverse Insekten, sondern sogar eine Kröte sowie zwei Feuersalamander gefunden und konnten ihr Wissen aus dem NaWi-Unterricht damit toll auf die Praxis übertragen. Insgesamt hatten wir zwei spannende und erfolgreiche Tage und die ersten SchülerInnen haben bereits gefragt, wann sie noch einmal Bäume pflanzen und den Wald besuchen können.



Die Klasse 6d hat sich in zwei Gruppen aufgeteilt: Die Mädchen der Klasse haben sich mit dem SDG 5 (Geschlechtergerechtigkeit) beschäftigt. Die Gruppe unter der Leitung von Frau Grave setzte sich zunächst mit der Geschichte der Gleichberechtigung in Deutschland auseinander und erstellte einen Zeitstrahl von 1900 bis 2025. Zudem wurde herausgearbeitet, an welchen Punkten Frauen in Deutschland auch heute noch benachteiligt werden. Dann hat die Klasse die Uroma einer Schülerin interviewt, die 92 Jahre alt ist. Sie hat von ihrem Leben als Mädchen und junge Frau in den 1930er, 1940er und 1950er Jahren berichtet. Anschließend hat sich die Gruppe mit der Situation der Mäd-chen und Frauen in Saudi-Arabien beschäftigt. Am Beispiel von dem Film "Das Mädchen Wadjda" bekamen die Kinder einen Einblick in die Zeit um 2010.  Am zweiten Tag stand die Recherche und Gestaltung von Postern im Mittelpunkt. Die Mädchen haben sich u.a. mit der Situation von Frauen und Mädchen in anderen Ländern heute beschäftigt, aber auch zwei Erfinderinnen wurden vorgestellt.



Petri heil - Angelworkshop mit Fisch für jedermann
Im Angelworkshop wurde am ersten Tag eine Kombination aus Montagekunde und Aufbau der An-gelruten, Wurfschulung und einer Challenge sowie reflektierten Diskussionen über Forellenzuchtanlagen gefunden. Am zweiten Tag durfte jeder Teilnehmer seine eigenen Forellen mit den eigens aufgebauten Ruten fangen. Anschließend wurde unter Begleitung von Herrn Kräft, Herrn Hemmecke und Herrn Sadlau der waidgerechte Umgang mit dem Fisch erprobt und in der kulinarischen Verwertung ein Abschluss gefunden.

Im Workshop Kunst und Nachhaltigkeit haben wir uns am Dienstag mit dem werkstofflichen Recyc-ling von alten Fahrradschläuchen beschäftigt. Dabei haben wir hauptsächlich die R-Strategie Repurpose angewendet.
Am Mittwoch haben wir dann das thermische Recycling (Recover: Verbrennen von Abfällen zur Energienutzung) in der Müllverbrennungsanlage in Hameln genauer kennengelernt. Im größten Brennerkessel werden 18t Abfall je Stunde verbrannt. Wir profitieren dann durch die Fernwärme von dieser Form des Recycling. Bei der Führung über das Gelände durften wir unter anderem in die Brennkammer, das Schlackebecken und den Müllbunker gucken.



Zum Projekt "Grüne Energie". Inhaltlich haben wir uns mit der Stromgewinnung über Solar- und Windenergie beschäftigt. Am ersten Tag ging es zunächst um die Funktionsweise einer Solarzelle und es endete mit einem Besuch am Solarforschungsinstitut in Ohr. Hier wurden uns die Forschungslabore gezeigt und die Produktionsverfahren erklärt. Am zweiten Tag hatten wir zunächst zwei externe Referenten, die uns einiges über die Energiewende und die Funktionsweise eines Windrades erklärt haben. Im Anschluss sind wir zu einem Windrad in Afferde gefahren, welches von einer Bürgerinitiative betrieben wird. Die beiden Vorsitzenden haben uns einiges über das Windrad berichtet und wir konnten es von innen besichtigen. Den Weg zum Institut und zum Windrad bewältigten wir selbstverständlich umweltfreundlich mit dem Fahrrad, was die Schüler sehr gut gemacht haben.

Beim Projekt "Energieeffizienz" bei Lenze waren zehn SchülerInnen aus den Jahrgängen 9 und 10 dabei. Übergeordnet ging es darum, wie ein Industrieunternehmen wie Lenze es schafft, energieeffizient zu sein und aus welchen Aspekten dies besteht. Dem wurde nachgegangen und wir haben eine Werksführung in Groß Berkel bekommen, haben uns mit den Grundlagen der Elektrotechnik theoretisch und auch praktisch auseinandergesetzt. Eine Werksführung in Extertal folgte sowie eine Theorieeinheit zu Frequenzumrichtern, das Erproben von VR im Bereich von Motorenbau sowie die Messung unterschiedlich effizienter Motoren. Fazit: Effizient sind nicht nur weiterentwickelte Technologien, die Einsparungen mit sich bringen, sondern auch Innovationen, um künftige Prozesse schlanker und somit effizienter zu gestalten.



Teilnehmer des Workshops "Endlagersuche - Warum dauert das so lange?"

Fotos: SGHM